Sul Sul 👋
ich bin Hannah. Ich sitze gerade alleine in meinem Wohnwagen in Willow Creek. Ich habe keine Simoleons, keine Familie, keinen Freund und keine Karriere mehr. Ich habe alles aufgegeben, um endlich bei mir anzukommen.
Das hier ist mein erster Post und ich möchte euch auf meine Reise mitnehmen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.. deswegen erzähle ich euch erstmal, wie es überhaupt dazu gekommen ist.
Ich habe nie mein eigenes Leben gelebt.. alles war bestimmt von den Erwartungen anderer. Meine Eltern sind erfolgreich. Mein Vater ist Anwalt, meine Mutter eine angesehene Kunstkritikerin. Deshalb wollten sie, dass ich genauso erfolgreich werde wie sie. Ich stand schon als Kind ständig unter Druck. Ich musste immer die Beste in der Schule sein. Aber niemand hat mich jemals gefragt, was ich eigentlich möchte.
Also begann ich ein Studium. Ein Studium, worauf ich eigentlich gar keine Lust hatte. Ich habe trotzdem immer versucht, positiv zu denken. Ich habe mich auf die Erfahrung gefreut, auf neue Freunde. Aber ich merkte schnell, dass es nichts für mich ist. Ich habe mich durch das erste Semester gequält. Meine Noten waren zwar gut, aber erfüllt hat mich das nicht.
An der Uni lernte ich meinen Ex-Freund Brian kennen. Er kam aus ähnlichen Verhältnissen wie ich, aber ihm gefiel dieses Leben. Er sah gut aus, war intelligent (aber auch ein totaler Snob) Meine Eltern mochten ihn auf Anhieb. Am Anfang verstanden wir uns auch gut, aber wir waren einfach zu unterschiedlich. Er wollte erfolgreich sein. Das Einzige, was ihn interessierte, war Geld und Status. Ich habe mich immer gefragt, ob es dass einzige ist, was das Leben zu bieten hatte.
Immer öfter bin ich einfach geflohen. Ich bin raus in die Natur, weil ich nicht wusste, wo ich sonst hin sollte. Dort musste ich nicht performen. Dort hat sich niemand dafür interessiert, wie ich aussehe, was ich trage oder welche Noten ich habe. Irgendwann war ich nur noch draußen am See, direkt bei der Uni – zumindest dann, wenn ich nicht im Unterricht war.
Eines Tages traf ich dort eine Kommilitonin,
die ich vom Sehen aus einem meiner Kurse kannte. Sie sah, dass ich geweint habe, und fragte, was los ist. Ich konnte nicht anders, als ihr alles zu erzählen. Es ist einfach aus mir herausgebrochen. Sie hat mich umarmt und getröstet. Von da an haben wir uns öfter getroffen. Wir sind zusammen zum Unterricht gegangen, haben geredet, gelernt oder saßen einfach unten am See. Ich konnte mich bei ihr immer ausheulen. Sie war immer für mich da – und ist es auch heute noch.
In dieser Zeit habe ich viel nachgedacht. Und mein Wunsch nach Freiheit wurde immer größer.
Ich will die Welt bereisen.
Ich möchte mich selbst kennenlernen und herausfinden,
was ich eigentlich wirklich will und wer ich wirklich bin.
Also habe ich beschlossen, alles abzubrechen
und einfach loszufahren. Ich habe die Uni nach dem ersten Semester hingeschmissen. Mit Brian habe ich Schluss gemacht. Ich habe meine alten Klamotten verkauft und mir neue gekauft – Dinge, in denen ich mich wirklich wohlfühle. Und von dem Geld, das eigentlich für die Uni gedacht war, habe ich mir heimlich einen billigen Wohnwagen gekauft.
Meine Eltern sind stinksauer. Aber das ist okay. Irgendwann werden sie es verstehen.
Ich weiß noch gar nicht genau, wohin die Reise geht.
Ich habe keinen Plan.
Aber es wird gut, da bin ich mir sicher.
Ich freue mich, wenn ihr mich auf meiner Reise begleitet.
xoxo Hannah 💚
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